10
Nov
07

Memento Mori…

poppy.jpg

Oder: Wort zum Sonntag…

“Although prepared for martyrdom, I preferred that it be postponed.

Winston Churchill

Dieser Tage sieht man viele Briten mit einer künstlichen Mohnblume (poppy) im Knopfloch herumlaufen. Als Nicht-Commonwealth Angehöriger versteht man zunächst nicht genau was dies zu bedeuten hat. Wenn man die erste Person damit sieht, denkt man zuerst, na ja es ist wohl ein bisschen ein exzentrischer Pin, doch dann laufen einem immer mehr Leute mit diesen Dingern über den Weg.

Eine merkwürdige Eigenschaft der Mohnblume ist, dass sie am besten auf zerstörtem Boden wächst. Auf den Schlachtfeldern Flanderns mischte sich das Blut der gefallenen Soldaten des ersten Weltkrieges mit dem Rot der Blumen – als ob die Natur dieses Blutdenkmal untermalen wollte. Seither erinnert die britische Legion mit den Poppies in den Wochen vor “Remembrance Sunday” (11. November) an die Gefallenen des ersten Weltkrieges und anderer Kriege.

Niemand spricht darüber, aber das Poppy im Knopfloch spricht eine eigene Sprache. Es drückt aus, dass dessen Träger die Toten ehrt und mit Schweigen anstatt mit Worten dem unbeschreiblichen Leid des Krieges entgegentritt. Es scheint zu untermalen was uns Dietrich Bonhoeffer sagt:

“An den Grenzen scheint es mir besser, zu schweigen und das Unlösbare ungelöst zu lassen.”

Alt und jung, Punks, Snobs, Mann, Frau, Professor, Putzfrau – alle tragen sie poppies und sind vereint in ihrer Trauer um Gefallene aus den Kriegen. Dadurch wird mir bewusst, wie dankbar wir sein müssen, als Schweizer davon verschont geblieben zu sein. Jedes Mal, wenn wir jammern, sollten wir daran denken und schweigen.

So werde ich morgen um 11 Uhr zusammen mit den Briten zwei Minuten schweigen und mich daran erinnern, mein Bestes zu tun, dass die Apokalypse – auch Krieg genannt – eingedämmt werden kann.

Freunde, Gott hat uns das Buch der Offenbarung als Warnung geschenkt, was passieren kann, wenn wir uns von Ihm abwenden. Gott will uns davor bewahren und uns zur Umkehr bewegen. Unser Job als Christen ist es nicht, die Apokalypse herbeizuführen, sondern im Gegenteil sie aufzuschieben.

Epheser 5:16: “und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.”

Und wie machen wir das?

Matthäus 22:37-39:

Er aber sprach zu ihm: `Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.’

Amen

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2 Responses to “Memento Mori…”


  1. November 11, 2007 at 1:08 pm

    das isch än atemberaubändä momänt wän all schwiegäd.
    hans vor sechs Jahr au miterläbt.
    ja dä uftrag als christä, chan ich nur zustimmä.

  2. 2 elène bianchi
    November 12, 2007 at 4:31 pm

    amen.
    Eph,5,4:”Auch schandbare und närrische oder lose reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung.” ( Thema Schweigen und Dankbarkeit)

    Eph.3.14,-17:” Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles , was da Kinder heisst im Himmel und auf Erden, dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen,
    dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet sein.
    (Umkehr,bleibt tief verankert in Jesu Liebe)


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