25
Nov
07

Bonhoeffer

Friends – just have to share Bonhoeffer with you again. In today’s portion he writes:

An der Grenze der Zeit

Der Ernst der Welt ist der Tod. Der Ernst fängt dort an, wo die Welt aufhört, stirbt, wo der Welt die Grenze gesetzt ist, der Ernst fängt dort an, wo unser Leben aufhört, wo wir nicht mehr sind, an der Grenze der Zeit. Der Unernst der Welt ist der Augenblich, das Vorletzte, die Lust der Welt, wie Johannes sagt(1 Johannes 2,17). Es liegt nun beim Menschen, ob er ernst oder unernst in der Welt leben will; ob er beim Vorletzten verharren oder zum Letzten durchdringen will, ob er die Lust der Welt als Letztes ansieht, oder die Vergänglichkeit dieser Lust. Mit alttestamentlicher Kraft verkündet uns das Wort ein Memento mori: Gedenke daran, dass einmal alles zu Ende geht, dass es einmal heisst: nun mach deine Rechnung über dein Leben. Und dass dann der Augenblick des Sterbens über dich kommt mit der Gewissheit, dass die Welt eine Welt des Todes ist und dass der Gewalt der Zeit nichts standhalten kann, wenn nicht das eine – die Ewigkeit, dass es aus ist mit dir und mit mir. …Lasst uns an die Grenzen der Welt, der Zeit denken, – und es wird ein Wunderbares geschehen. Die Augen werden uns aufgetan dafür, dass die Grenze der Welt, das Ende der Welt – der Anfang eines Neuen ist, der Ewigkeit. Hier verliert die Zeit ihre Gewalt an die Ewigkeit, das Letzte in der Welt, der Tod, wird zum Vorletzten.

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